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21. und 22. Mai 2016

Legionellen

Was sind Legionellen?

1976 trafen sich in einem Großhotel in Philadelphia Mitglieder der US-American-Legion. Von den ca. 4.400 Mitgliedern erkrankten 149 Personen an schwerer Lungenentzündung die mit hohem Fieber einherging. Von den 149 Personen verstarben 34 im Verlauf der Krankheit.

Es wurde einige Zeit benötigt, um die Ursache zu finden: Ein Bakterium, das auf Grund seiner Entdeckungsgeschichte den Namen Legionella pneumophila erhielt. Mittlerweile sind 14 Untergruppen und weitere 40 Arten bekannt.

Legionellen werden weltweit im Süßwasser gefunden. Ihr Vorkommen ist ganz entscheidend von der Wassertemperatur abhängig. Im kalten Wasser ist ihre Konzentration sehr gering (1 KBE/ml; KBE = Koloniebildende Einheit), erst bei Temperaturen zwischen 30° und 50° vermehren sie sich etwa um den Faktor 10 pro Tag. Im Temperaturbereich ab 60° C beginnen sie abzusterben, oberhalb 70° C überleben sie nur wenige Sekunden.

Hohe Konzentrationen werden überwiegend in sehr großen Warmwasserboilern erreicht, die nicht mit richtiger Temperatur beheizt werden, oder in stillgelegten bzw. wenig gebrauchten Wasserleitungen wie auch in älteren oder schlecht gewarteten Anlagen.

Die im Wasser vorhandenen Legionellen führen nicht zu einer direkten Gesundheitsgefährdung. Die Infektion mit Legionellen geschieht aus ausschließlich über die Atemwege, durch Einatmen von Aerosolen (Wasserdampf). Eine Übertragung von Mensch zu Mensch gibt es nicht.

Wir gehen heute davon aus, dass es bundesweit ca. 6.000 bis 7.000 Infektionen pro Jahr gibt. 15 bis 20 % der Erkrankungen verlaufen tödlich. Als Risikopersonen gelten  in erster Linie kranke und geschwächte Personen, aber auch starke Raucher. Generell erkranken mehr Männer zwischen dem 50. und 55. Lebensjahr.

Wie können Legionellen verhindert werden?

Der Bildung von Legionellen-Kolonien lässt sich durch verschiedene Maßnahmen vorbeugen: 

  • Durch Aufheizen des gesamten Wasserinhaltes einmal am Tag auf über 60° C (laut  DVGW  vorgeschrieben für Anlagen mit mehr als 400 Liter Speichervolumen; für Kleinanlagen wird die Einstellung auf 60° C empfohlen, Betriebstemperaturen unter 60° C sind aufgrund des geringeren Risikos möglich )
  • Durch intervallartiges Aufheizen des Wassers bis auf 80° C
  • Entleerung und Abtrennung nicht benutzter Leitungsteile
  • Nach längerer Abwesenheit (z.B. Urlaub) den Speicher auf über 60° C erwärmen und anschließend die Warmwasserleitungen ein paar Minuten spülen
  • Durch eine möglichst kurze Verweildauer des Wassers im Speicher
  • Mit Anlagen, die das Wasser im Durchfluss erwärmen (Durchlauferhitzer, Plattenwärmetauscher o.ä.)
  • Desinfektion mittels Chlor oder UV-Licht 

Die richtige Taktik, um Legionellenbildung vorzubeugen, kommt auf die Größe des Warmwasserspeichers an. Er sollte so gewählt werden, dass nach maximal 2 Tagen ein kompletter Austausch des Wassers stattfindet. Legt man einen Pro-Kopf-Verbrauch von 40 Litern/Tag zugrunde, sollte der Speicher bei einer vierköpfigen Familie nicht mehr als 300 Liter fassen. In den meisten Fällen reicht ein kleinerer Wasserspeicher völlig aus. 

Ist es nicht möglich, den Verbrauch einzuschätzen, oder möchten Sie z.B. mehr Energie einer Solaranlage nutzen, sollten Sie ganz auf den Trinkwasserspeicher verzichten. Stattdessen empfiehlt sich ein Durchflusserwärmer. Er ist auch hinsichtlich der Energieeinsparung sinnvoller, denn wer duscht, badet oder spült schon mit 60° C Wassertemperatur?

Eine vollständige Sicherheit für legionellenfreies Wasser kann Ihnen niemand geben. Mit geringem Aufwand erhalten Sie unter Umständen aber eine verhältnismäßige sichere und saubere Trinkwasserbereitung.

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